Freitag, 30. September 2011

Maulkorbgewöhnung

Ein Maulkorb muss für einen Hund keine unangenehme Erfahrung sein. Man braucht nur einen vernünftigen und gut sitzenden Maulkorb und muss den Hund richtig daran gewöhnen, dann wird er ihn lieben.

Der passende Maulkorb

  • Richtig verschnallt kann er nicht von der Nase gezogen werden.
  • Der Korb darf am Nasenspiegel, rund um die Schnauze und an den Knochenvorsprüngen seitlich und unterhalb der Augen nur locker anliegen. Der Hund muss in der Lage sein, die Schnauze so weit zu öffnen, dass Hecheln und Trinken möglich ist.


    Maulkorbgewöhnung


    Nachdem Sie einen Maulkorb gekauft haben,geben Sie ihrem Hund Zeit,dieses "Subjet"

    ausgiebig zu begutachten.Gemeinsames Spielen mit dem Maulkorb baut Berührungsängste ab.
    Bevor Sie den Maulkorb aufsetzen,streichen Sie die Innenseite mit Leberwurst ein.
    Ihr Hund ist ausgiebig mit abschlecken beschäftigt und steckt dabei seine Schnautze von selbst hinein.Nach 2-3mal "abschlecken" schliessen Sie vorsichtig den Nackenriemen.

    Lassen Sie sich Zeit.Hat ihr Hund Angst vor dem Maulkorb bekommen,haben Sie fast verloren.
    Bis zum Ende der Gewöhnungsphase darf der Hund niemals mit dem Maulkorb unbeaufsichtigt sein. 
    Später sollten Sie ihn auch nur höchstens für einen kurzen Augenblick unbeaufsichtigt lassen. Verhindern Sie ruhig aber konsequent jeden Versuch, den Maulkorb abzustreifen. Dabei können sonst Verletzungen im Gesicht oder an den Pfoten entstehen. Vermeiden Sie negative Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Maulkorb, bis die positive Gewöhnung abgeschlossen ist.



    1. Woche
    Benutzen Sie jede für den Hund angenehme Situation im Laufe des Tages, um ihn mit dem Beißkorb vertraut zu machen.


    • 1. Tag:
    Zeigen Sie ihm den Maulkorb vor jedem Spaziergang, bevor Sie ihn füttern, mit ihm spielen oder schmusen. Wenn er Interesse zeigt und den Maulkorb beschnuppert und untersucht, loben Sie ihn. Machen Sie mindestens zehn Übungen am Tag.

    • 2. und 3. Tag:
    Füllen Sie nun bei jeder Übung ein bisschen Futter in den Maulkorb. Besonders geeignet sind Leberwurst oder Streichkäse, Sie können aber auch normales Futter oder das Lieblingsfutter des Hundes benutzen. Lassen Sie den Hund aus dem Maulkorb, den Sie dabei in der Hand halten, fressen oder/und schlecken. Wiederholen Sie diese Übung so oft, bis der Hund seine Nase gerne in den Korb steckt.

    • 4. Tag:
    Sobald er in aller Ruhe das Futter aus dem Korb leckt, können Sie den Nackenriemen schließen. Loben Sie den Hund, wenn er ruhig bleibt. Nehmen Sie den Korb nach etwa zehn Sekunden wieder ab. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals.

    • 5. bis 7. Tag:
    Verlängern Sie die Zeit bis Sie den Maulkorb wieder abnehmen. Nach dem Abnehmen loben Sie den Hund, geben Sie ihm ein Leckerli und legen Sie den Korb wieder an. Machen Sie jeweils drei bis vier Übungen nacheinander. Wiederholen Sie diese etwa 10mal am Tag. Wenn Ihr Hund in der Wohnung mindestens 5 Minuten lang den Maulkorb toleriert hat und nicht mehr versucht den Korb mit den Pfoten abzustreifen, dann können Sie damit beginnen, die Übung während eines Spazierganges zu machen. Laufen Sie dann jeweils ein Stück mit dem Maulkorb, bevor Sie ihn wieder abnehmen.


    2. Woche
    Jetzt sollte der Hund den Maulkorb immer für einige Minuten tragen, bevor Sie ihn füttern (während der Zubereitungszeit) und jedes Mal, wenn Sie mit ihm zum Spaziergang aufbrechen. Anfangs legen Sie den Maulkorb wieder ab, wenn Sie ein Stück vom Haus weg sind. Während des Spazierganges ziehen Sie den Korb mehrfach wieder für kurze Zeit an. Dehnen Sie die Tragezeiten täglich etwas weiter aus. "Vergessen" Sie immer häufiger, den Korb zwischen durch auszuziehen. Am Ende der zweiten Woche sind die meisten Hunde soweit, dass sie den Maulkorb bei kurzen "Gassigängen" (bis 15 Minuten) ständig tragen können.



    3. und 4. Woche
    Verlängern Sie nach dem obigen Schema die Tragezeiten. Wenn der Hund den Maulkorb problemlos eine Stunde trägt, ist die Gewöhnung abgeschlossen.





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