Mittwoch, 5. Oktober 2011

Was ist der „Kampfhund“ für eine Rasse?


Die Medien haben es uns gezeigt, es gibt sie die Rasse „Kampfhund“.

Letzte Schlagzeile einer bekannten Tageszeitung „Kampfhunde zerfleischen Mädchen“. Ich lese den Artikel und stolpere über die ständigen Wiederholungen „Kampfhund“ und „Bestie“. Eine andere Beschreibung kann ich für den Hund nicht finden.

Nun mache ich mich auf die Suche. Eine so gefährliche Rasse, wo bekommt man die her. Auch nach größtem Bemühen habe ich keinen Züchter für die Rasse „Kampfhund“ finden können.

Ich überlege. In meiner täglichen Praxis als Hundeerziehungsberaterin ist mir auch nie so eine Rasse aufgefallen. Ich habe es mit Labbis zu tun, mit Aussies, mit Dackeln, Mischlingen, Schäferhunden, Rottweilern, American Bulldog, Tibet Terriern, Französischen Bulldogen, mit dem Mops, dem Chihuahua, dem Pitbull, dem Boston Terrier und wie sie alle heißen aber diese Rasse ist mir tatsächlich nie untergekommen. Sehr seltsam?

Ist mir echt eine so weit verbreitete Rasse entgangen?

Ich überdenke meine „beißenden Kunden“. Vielleicht hat einer meiner Kunden mir ja die falsche Rasse zu seinem Hund gesagt, um zu verheimlichen, dass er einen Kampfhund hat, denn die scheinen ja sehr böse und verrufen zu sein.
Da ist der Dackel, der schon gebissen hat, nein der sah wirklich aus wie ein Dackel. Dann ist es bestimmt der Hund der mir als Schäferhund ausgegeben wurde und seinem Besitzer böse Verletzungen zugefügt hat, welche im Krankenhaus genäht werden mussten? Mmmmhhhh habe ich so wenig Rassekenntnisse? Vielleicht der Mops, den hatte ich schon immer im Verdacht eine andere Rasse zu sein. Der will mir immer in die Nase beißen. Beim nächsten Termin werde ich die Besitzerin mal genauer fragen und ich werde ihr sagen, dass sie ruhig dazu stehen soll, wenn sie einen Hund der Rasse „Kampfhund“ hat. Auch habe ich ja die kleine Leni im Verdacht ein Kampfhund zu sein. Mir wurde gesagt, sie ist ein Mischling aber nein, wenn ich genau drüber nachdenke, es könnte sein, dass ich endlich fündig geworden bin.

Würden wir uns im 18./Anfang 19. Jahrhundert befinden, dann hätte ich etwas mit dem Kampfhund anfangen können, denn damals war es durchaus üblich Hunde für Kämpfe mit Tieren oder für den Krieg zu züchten.
Meinen die Medien etwa solche Kampfhunde? Auch das kann nicht sein, denn diese Hunde die damals gezüchtet wurden, durften auf gar keinen Fall eine wie auch immer geartete Aggression gegen Menschen zeigen.

Also werde ich auch nicht fündig in der Geschichte.

Ich bin immer noch nicht schlauer aber ich verspreche Euch ich bleibe dran und wenn ich die Rasse (scheinbar eine ganz neue) gefunden habe, dann melde ich mich wieder. Bis dahin kann ich nur jedem raten die Medien mit Vorsicht zu genießen, denn ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass sie vielleicht die „Kampfhunde“ sind?




Danke fürs lesen.

Sabine Ruhrmann
Hundeerziehungsberaterin
Hundeschule Hamburg-Niendorf
Team auf 6 Pfoten
Tel: (040) 73115051

Kommentare:

  1. sehr schön gesagt die median sind die wahren kampfhund gruß pascha :)

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  2. Also für mich klingt dies nach dummen ausreden
    es steckt einfach keine erziehung in den hunden drinne und noch dazu muss die besitzerin doch wissen das sie bei einem staubsauger geräusch aggresionen bekommen und den lässt sie ihre minderjährige tochter alleine mit den beiden? UNVERANTWORTLICH es gibt keine kampfhunde Es liegt an der erziehung und wie man das tier was auch ein lebewesen ist Behandelt und erzieht
    ich habe auch gedacht was ist mit meinem hund los doch den sind sie gekommen und wir haben alle wieder hoffung und freuen uns jeden tag aufs neue mit ihm zu arbeiten Gruß Pascha und seine familie

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  3. mit Leni meinst du doch wohl nicht die Lina? oder etwa doch?
    also voooorrsiicht wenn du die Tage hier in meiner Gegend aufschlagen wirst
    dat "Linchen" hat dann ganz sicher noch nichts gegessen *fg*

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  4. Immer diese bösen Kampfhunde. Meiner Meinung nach kommt es in erster Linie auf den halter an und wie er den Hund erzogen hat. Natürlich kann ein großer kräftiger Hund mehr Schaden anrichten als ein kleiner, aber die Erziehung ist wohl das wichtigste.

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